Der Körper als Ausdruck der Seele 

Die heutige Forschung nimmt an, dass 80% bis 90% der körperlichen Symptome seelische Ursachen haben. Es lohnt sich also hier den eigenen Blick zu weiten und sich diesem spannenden Thema zu widmen.

Saskia Hoffmann | Gesundheit | Aktualisiert 23.12.2023 | Lesezeit: 8 Minuten

Körperliche Krankheiten und ihre seelischen Ursachen 


Was unsere Vorfahren wussten

Dass unser Körper Ausdruck der Seele ist, ist kein neuer Gedanke. Platon wies 400 vor Chr. auf diesen Zusammenhang hin.

In der Bibel und der Traditionellen chinesischen Medizin (TCM) finden wir Texte, die Krankheit als Ausdruck der Nichtbewältigung von Konflikten und deren Verdrängung verstehen.

Und auch unsere jahrhundertealte Sprache weist immer wieder auf den Zusammenhang zwischen seelischem Befinden und Körperreaktion hin:

„Es verschlägt mir den Atem.“
"Mir fällt eine große Last von den Schultern."
"Sein Kreuz tragen." 


Durch wissenschaftliche Studien abgesichertes Gesundheitswissen ist eine große Errungenschaft der modernen Medizin, von der wir alle profitieren. Der Schatz an Erfahrungswissen hingegen -von hunderten Generationen weitergegeben- ist dabei etwas in Vergessenheit geraten. 

 
In Deutschland leben derzeit 15 Mio. Menschen mit chronischen Erkrankungen; 7 Mio. von ihnen leiden täglich Schmerzen. Daher glauben wir, dass es sich lohnt, diesen Schatz zu heben und sich ein YStück weit zu eigen zu machen.

Unser heutiger Blick

Eine junge medizinische Disziplin, die Psychoneuroimmunologie (PNI), konnte nachweisen, dass Psyche und soziales Umfeld erheblichen Einfluss auf unser Immunsystem haben, sowohl in krankmachender als auch in gesundheitsfördernder Weise.

Die PNI liefert Erklärungsmodelle, wie die Auseinandersetzung mit der eigenen Lebensgeschichte kranke Menschen wieder gesund machen kann. Wer mehr darüber lesen möchte, dem empfehlen wir das leicht verständlich geschrieben Buch "Was uns krank macht, was uns heilt" von Prof. Dr. med. Christian Schubert.

Auch die Psychotraumatherapie, ein Teilgebiet der Psychotherapie, geht davon aus, dass seelische Verletzungen, Auslöser für seelische Probleme und körperliche Krankheiten sein können.

Mir selbst haben folgende körper- und psychotherapeutsiche Methoden geholfen, alten Stress aus dem Körper zu entlassen, stressreduzierter zu leben und von einer chronischen Erkrankung zu genesen:

  • Neurogenes Zittern


  • Atemtechniken für eine natürliche gesunde Atmung


  • Cat Stretch Übungen & Dehnkraftübungen


  • EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing - auf deutsch ungefähr Desensibilisierung und Aufarbeitung mit Angst verknüpfter Erlebnisse durch Augenbewegungen)


  • Enneagramm (siehe weiter unten im Text) und 


  • Ehrliches Mitteilen.


Alternative Gesundheitsmodelle gehen sogar davon aus, dass bestimmte Konflikte stets zu ganz bestimmten Folgesymptomen und Krankheiten führen. Lässt man die Dogmatik, die hinter diesen Modellen oft steckt, mal außer Acht, ergeben sich förderliche Denk- und Behandlungsansätze.

Die Annahme etwa, dass wir während einer Konfliktphase weitgehend frei von Symptomen sind und erst während der wichtigen Heilungsphase Symptome entwickeln, nimmt Beschwerden und Einschränkungen ihre Wucht, hat etwas Tröstliches und verleiht Hoffnung

Jedes Erlebnis, jede Begegnung hinterlässt Spuren in uns 

Jedes Erlebnis wird durch unser Gehirn interpretiert, mit unzähligen Sinneseindrücken gespeichert und mit einem Gefühl verknüpft. Die ausgelösten Gefühle wirken auf den Körper und führen bei Unbehagen zu einer körperlichen Stressreaktion wie beispielsweise einer schnellen Brustatmung oder einer Anspannung der Muskulatur.

Ohne eine natürliche, kurzzeitige Stressreaktion des Körpers würden wir morgens nicht aufstehen, nicht ins Handeln kommen und uns nicht weiterentwickeln. Sie ist also gut und nützlich für uns.

Bleibt die Stressreaktion ein Dauerzustand und wird zu chronischem Stress, hat das negative Folgen für den Organismus. Der chronisch gestresste und in Dauererregung befindliche Mensch wird beispielsweise nervös, ängstlich, entwickelt eine unnatürliche Atmung und leidet an den Auswirkungen von verspannten Muskeln und verklebten Faszien. 


Unser Körper vermag diese chronische Überlastungssituation jahrzehntelang auszuhalten und zu kompensieren, doch irgendwann entwickeln wir Symptome und werden schließlich krank.

Unser Gehirn verortet Informationen

Manchmal liegt objektiv eine Stresssituation vor: die cholerische Chef:in, Leistungsdruck, Ärger mit der Partner:in, Geldsorgen, Zeitmangel usw. können uns ganz schön stressen. Manchmal liegt jedoch gar keine objektive Stresssituation vor und an dieser Stelle wird es richtig spannend:

Unser Gehirn schlägt Fehlalarm, weil sich der Körper -für uns meist nicht merkbar- an eine Situation erinnert, die bei uns früher -in einer objektiv stressigen Situation- eine körperliche Stressreaktion hervorgerufen hat. Um diesen Fehlalarm auszulösen bedarf es bisweilen nur eines Geräuschs, einer Farbe, eines bestimmten Ortes. Jeder Reiz kann uns potentiel stressen. Unser Körper reinszeniert also eine stressige Lebensphase und frühere Konflikte, die wir vielleicht schon Jahrzehnte hinter uns gelassen haben.

Jedes Erlebnis, jede Begegnung hinterlässt also Spuren in uns. Und so sind auch frühere Konflikte nicht vergessen, sondern oft nur verdrängt.  

Wenn aufgrund schwieriger Umstände negative Gefühle nicht ausgedrückt werden konnten, sitzen sie im Körper fest und drücken sich irgendwann in Form von Symptomen aus. Die Faszienforschung hat hierzu faszinierende Ergebnisse geliefert, wonach in modernen Stresssituationen nicht genutzte Energie (im Gegensatz zu früheren Zeiten können wir stressbedingte freigesetzte Energie nicht durch Flucht oder Kampf abbauen) in eigens dafür produzierten Zellen gespeichert wird und zu Bewegungseinschränkungen führen kann. 


Wir sind unterschiedlich

Nun reagiert nicht jede:r auf die gleiche Weise. Unbearbeitete seelische Konflikte können sich in Organen, einer „eingefrorenen“ Körperhaltung oder diffus als Angst, Wut oder Schuldgefühl mit vegetativen Begleitsymptomen zeigen.

Wieso eine Person niemals erkrankt, die andere kurzfristig z.B. unter Schlafstörungen leidet und eine dritte chronische Rückenschmerzen entwickelt, hängt auch mit der genetischen Disposition, unserer Körperlichen Verfassung, der Familienkonstellation, der Erziehung, der Bildung und unserem Umgang mit Gefühlen ab – also mit unserer Persönlichkeit und eigenen Lebensgeschichte.

 

Temperament – Persönlichkeit – Charakter

Jede:r von uns kommt mit einem bestimmten Temperament zur Welt. In der Antike unterschied man zwischen den Cholerikern, den Phlegmatikern, den Sanguinikern bzw. Epikureern und den Melancholikern. Das Temperament gilt als unveränderlich.

Auf Grundlage unseres Temperaments und den oben genannten Faktoren entwickelt sich unsere Persönlichkeit und entscheidet z.B. darüber, ob wir eher optimistisch oder pessimistisch auf die Welt blicken, ob wir eher ängstlich sind oder wagemutig.

Unser Umgang mit dem Leben und dem, was wir aus unserer Persönlichkeit machen, formt dann den Charakter.

Eine Möglichkeit der Persönlichkeitsentwicklung bietet die Beschäftigung mit dem sehr komplexen Persönlichkeitsmodell Enneagramm. Das Enneagramm kann uns zudem helfen, die oben genannten von uns nicht merkbaren Fehlalarme zu identifizieren und bietet sogar ganz konkrete Handlungsempfehlungen für unseren Weg Richtung Heilung.


An der Persönlichkeit und unseren Charaktereigenschaften können wir arbeiten. Persönlichkeitsentwicklung dauert ein Leben lang und lohnt sich.

Jeder Mensch hat seine eigene Heilungsgeschichte

Wissenschaftliche Studien weisen darauf hin, dass eine glückliche Kindheit, eine positive Weltsicht, die Fähigkeit Gefühle auszudrücken, eine gesunde Ernährung, Bewegung und ein naturnaher Lebensstil Voraussetzungen für eine stabile Gesundheit sind.
Eine optimistische Weltsicht und der fester Glaube an eine Besserung meines (Schmerz-)zustandes helfen, wieder gesund zu werden
 

Doch wer kann sich seine Gene und Erziehung aussuchen? Wie sollte jemand aus einer cholerischen eine phlegmatische Veranlagung machen? Wie verändere ich meine Persönlichkeit, lege beispielsweise mein Perfektionismusstreben ab und entwickle eine positive Weltsicht? 

Oft stellen sich diese Fragen erst nach einer langen Suche aufgrund einer Lebenskrise und nach der Bewusstmachung der verdrängten Hintergründe. Bestenfalls münden Krise und Suche darin, sein Leben umzugestalten

Waldbaden und Heilung

Nicht nur wir gehen also davon aus, dass gesundes natürliches Atmen, Bewegung,Techniken zur Neu - und Umgestaltung des Gehirn und/oder ehrliche Gespräche mit einer zugewandten Person die Heilung vieler chronischer Krankheiten fördern.

Die positive Wirkung dieser Verfahren ist im Wald durchgeführt, um ein vielfaches höher.

Hierzu wird viel geforscht. Unter anderem widmet sich derzeit die Hochschulambulanz für Naturheilkunde der Charité - Universitätsmedizin Berlin diesem Forschungsgebiet.

Eine wichtige Rolle für die gesundheitsfördernde Waldatmosphäre spielen die Terpene. Terpene sind Duftstoffe, die die Bäume an ihre Umgebung abgeben und vom Menschen eingeatmet werden.

Möchten Sie mehr über den heilenden Kraftort Wald erfahren?

Begleiten Sie uns beim Waldbaden, folgen Sie uns auf Instagram oder entscheiden Sie sich für unsere Waldbadenausbildung Wald-Gesundheitstrainer:in. 

DAS ENNEAGRAMM 

Und wie es heilen hilft

Mit der Beschäftigung des Persönlichkeitsmodells Enneagramm lassen Sie sich auf ein Abenteuer ein:

Das Abenteuer herauszufinden, welcher Persönlichkeistyp Sie sind und von welchen Motivationen Ihr Verhalten und Handeln letztlich bestimmt wird.

Sie erhalten Hinweise darauf, wie etablierte Gedanken-und Verhaltensmuster aufgelöst werden können und wie persönliches Wachstum und Heilung hieraus resultieren.

Saskia Hoffmann | Persönlichkeitsentwicklung | Aktualisiert 22.12.2023 | Lesezeit: 10 Minuten
 

Das Enneagramm 

Was ist das Enneagramm?

Das Enneagramm ist ein Persönlichkeitsmodell, das neun verschiedene Persönlichkeitstypen beschreibt und uns eine Methode zur Selbsterkenntnis und zum Verständnis anderer Menschen bietet. 


Jeder der neun Enneagramm-Typen trägt bestimmte Motivationen, Verhaltensmuster, Ängste, Abwehrmechanismen und Entwicklungspotenziale in sich. Diese sind uns meist nicht bewusst.

Die Auseinandersetzung mit dem Enneagramm schafft Bewusstsein für unsere Stärken und Schwächen. Sie ermöglicht uns, unsere Talente zu erkennen und zur Entfaltung zu bringen sowie unsere kleinen und großen Macken zu verstehen und ihnen weniger Raum zu geben. 


Das Wort "Enneagramm" stammt aus dem Griechischen und bedeutet "Neun-Punkte-Diagramm".  


Die Persönlichkeitstypen werden der Übersichtlichkeit wegen auch mit den Zahlen 1 bis 9 bezeichnet. Diese neun Typen des Enneagramms werden oft durch ein Diagramm dargestellt, das aus einem Kreis mit einem neunzackigen Stern besteht. Es dient als Hilfsmittel zur Visualisierung des Enneagramms und veranschaulicht die Beziehungen zwischen den Typen und deren Dynamik:  Wer fühlt sich von wem angezogen? Mit wem komme ich weniger gut aus? Warum ist das so?


Das Enneagramm kann oberflächlich betrachtet als Werkzeug für persönliches Wachstum, „Beziehungspflege“, Teamarbeit und Führung verwendet werden. Es wird gelegentlich in die Ausbildung von angehenden Lehrer:innen und Juristi:innen integriert.

Tiefgründiger betrachtet, zeigt es uns unsere unbewussten Abwehrmechanismen bzw. Schutzstrategien auf und macht uns bewusst, vor welchen Gefühlen und Situationen wir "weglaufen". Lernen wir, uns diesen für uns unangenehmen Gefühlen zu stellen, heilt oft nicht nur unsere Seele, sondern auch unsere körperlichen Beschwerden.
 

Die Wurzeln des Enneagramms liegen weit zurück. Es ist ein Jahrhunderte altes, von Generation zu Generation mündlich überliefertes, Persönlichkeitsmodell. Bestandteile dieses Modells finden sich in allen großen Weltreligionen wieder.

Persönlichkeit und Persönlichkeitsmodelle

Vereinfacht gesagt meint Persönlichkeit die Gesamtheit aller Eigenschaften eines Menschen, durch die er sich von anderen Menschen bzw. Persönlichkeitstypen unterscheidet. Dabei spielen die für eine Person charakteristischen Muster des Denkens, Fühlens und Handelns eine Rolle.

Persönlichkeitsmodelle bieten eine strukturierte Art und Weise, um die Merkmale, Eigenschaften, Verhaltensmuster und Motivationen einer Person zu erfassen, zu klassifizieren und Erklärungen für das Verhalten einer Person zu liefern. Seit der Antike wurden verschiedene Persönlichkeitsmodelle entwickelt.

Die antike Temperamentenlehre teilte Menschen nach ihrer Grundwesensart ein in Choleriker, Phlegmatiker, Melancholiker und Sanguiniker.

Das tiefenpsychologische Modell "Grundformen der Angst" von Fritz Riemann unterscheidet in schizoide, depressive, zwanghafte und hysterische Typen.

In der modernen Psychologie hat sich das Fünf-Faktoren-Model durchgesetzt. Danach unterscheiden sich Menschen hauptsächlich in ihren Ausprägungen von Extraversion, Verträglichkeit, Gewissenhaftigkeit, emotionaler Stabilität und Offenheit für neue Erfahrungen.

Während meines Studiums der Gesundheitspsychologie habe ich viele Persönlichkeits- und Gesundheitsmodelle kennengelernt. Aufgabe der Studierenden war die kritische Auseinandersetzung mit den verschiedenen Modellen. Dabei war mir aufgefallen, dass es oft mehr Kritikpunkte am jeweiligen Model als Vorteile gab. Ich selbst habe mich in den Persönlichkeitsmodellen nicht wiedergefunden, empfand die Modelle nie ganzheitlich und selten gaben sie Handlungsempfehlungen mit auf den Weg.

Beim Enneagramm war das anders. Ich habe mich schnell in einem der Persönlichkeitstypen wiedererkannt, war fasziniert von dem schier unbegrenzten Wissensschatz und von den Entwicklungswegen, die dieses Modell aufzeigt. Das Persönlichkeitsmodell Enneagramm ist ganzheitlich, wahr, zielführend, selbstlernend, flexibel, lässt Raum für individuelle Unterschiede und ist, nun ja, damit auch sehr komplex, und einer breiteren Bevölkerungsgruppe in Zeiten von Twitter & Co schwer zu vermitteln. Vermutlich schafft es deshalb nicht die Verbreitung und Bedeutung, die ihm zusteht.
 

Wie das Enneagramm glücklich macht 

Menschen sind soziale Wesen. Jeder Mensch verfügt über zwei Grundbedürfnisse: Geborgenheit und Entwicklung. Beides haben wir schon vorgeburtlich im Mutterleib erfahren. Zum einen als wir mit Nährstoffen und Zuwendung versorgt wurden und zum anderen als wir uns von einem winzigen Zellhaufen zu einem ansehnlichen Baby entwickelt haben. Sind beide Bedürfnisse erfüllt, fühlen sich die meisten Menschen wohl und glücklich.

Das Enneagramm hilft dabei, sich selbst und andere besser zu verstehen. Wer seine eigenen Stärken, Schwächen und vor allen seine Abwehrmechanismen kennt, kann gezielter an der eigenen Persönlichkeit arbeiten, sich weiterentwickeln und - etwas pathetisch formuliert - ein besserer Mensch werden.

Für alle Arten von Beziehungen ist es hilfreich, auch mal durch die Brille des anderen zu schauen und dessen Perspektive zu würdigen. Wer eine Vorstellung von der Weltsicht und dem Lebensgefühl des Gegenübers hat, kann sich auf die Begegnung besser einstellen und leichter Verständnis für den anderen aufbringen. Beziehungen innerhalb der Familie, des Freundeskreises, im Verein oder am Arbeitsplatz werden tragfähiger. Wir fühlen uns akzeptierter und mehr miteinander verbunden. Wir fühlen uns sicher und geborgen


Wie das Enneagramm unsere Gesundheit fördert

Das Persönlichkeitsmodell Enneagramm erklärt uns die Welt der zwischenmenschlichen Beziehungen ohne dass wir dafür tiefgreifende psychologische Vorkenntnisse haben müssen. 


Das Enneagramm geht davon aus, dass jeder Mensch einem bestimmten Typ zugeordnet werden kann, der seine grundlegenden Denk- und Verhaltensmuster beschreibt. Jeder Typ hat eine spezifische Perspektive auf die Welt und hat bestimmte Schutzstrategien entwickelt, um mit den Herausforderungen des Lebens besser umzugehen.

Eine Schutzstrategie bzw. ein Abwehrmechanismus ist ein unbewusster psychischer Vorgang. Er sorgt dafür, dass bestimmte -von uns als unerträglich eingestufte- Erfahrungen nicht ins Bewusstsein gelangen. Jeder Mensch benutzt alle Abwehrmechanismen. Es gibt jedoch für jeden Enneagrammtyp einen spezifischen Abwehrmechanismus.

Die Abwehrmechanismen der neuen Typen sind: 

  • Reaktionsbildung
  • Verdrängung
  • Identifikation
  • Introjektion
  • Isolation
  • Projektion
  • Rationalisierung
  • Verleugnung
  • Selbstbetäubung


Ich selbst neige als Persönlichkeitstyp 7 zum Rationalisieren. Werde ich mit traurigen, emotional belastenden Situationen konfrontiert, nehme ich lediglich die Sachebene wahr. Das Leid des Gegenübers mitfühlend anzunehmen, würde eine "unreflektierte 7" überfordern.


Das Modell hilft uns zu erkennen, wie wir uns selbst und andere unbewusst stressen und welchen Anteil wir selbst an Konflikten mit unseren Mitmenschen haben. Die Auseinandersetzung mit dem Enneagramm schafft eine zunehmende Bewusstwerdung hierfür. Wir lernen Konflikte zu vermeiden und beizulegen.

Streits und Konflikte gehören, so Forschungsergebnisse, zu den größten Stressfaktoren in unserem Leben. Wenn man davon ausgeht, dass die meisten Krankheiten stressbedingt sind, lohnt sich also die Beschäftigung mit dem Enneagramm. Es kann uns helfen, eine tief verborgene Ursache für unser Gestresstsein und damit eine mögliche Erklärung für unsere Erkrankung zu finden. Und es kann uns sogar dabei unterstützen, gesund zu werden, indem es ganz konkrete Entwicklungswege aufzeigt.

Sich auf dieses Abenteuer einzulassen, erfordert Zeit, Offenheit und manchmal Mut.
 

Wie ich selbst zum Enneagramm kam

In meinem Beruf als Personal Trainerin und Rehasport - Übungsleiterin arbeite ich mit Kund:innen zusammen, die unter körperlichen Einschränkungen und oft unter chronischen Schmerzen leiden. Daher interessieren mich die Fragen 


„Wie bleiben Menschen gesund?“ 

„Aus welchen Gründen werden sie krank?“ 

„Wie funktioniert Heilung?“ 


Auf der Suche nach Antworten rückten bei mir irgendwann die Themen Stress und  Psychotraumaheilung in den Focus, da leider viele Menschen von Bindungs- und Entwicklungstrauma betroffen sind. Expert:innen sprechen sogar von einer traumatisierten Gesellschaft. Die seelischen Wunden, die Krieg und Vertreibung Millionen Menschen zugefügt haben, werden oft unbemerkt durch das Verhalten der Eltern an ihre Kinder weitergegeben. Das ist tragisch.


Einer der aktuell bekanntesten Traumatherapeuten im deutschsprachigen Raum ist Gopal Norbert Klein. Er steht mit seinem Buch: „Der Vagusschlüssel zur Traumaheilung“ derzeit in der Spiegel-Bestsellerliste. Auf seinem eigenen Heilungsweg ist Gopal frühzeitig auf das Enneagramm gestoßen. Es hat ihm seine seelischen Verletzungen vor Augen geführt und eine Entwicklungsmöglichkeit Richtung Heilung aufgezeigt. 

So kam ich selbst über das Thema Traumaheilung und Gopal zum Enneagramm. 
 

Welcher Persönlichkeitstyp steckt in Ihnen? 

"Sei freundlich, denn jeder Mensch, den Du triffst, führt einen schweren Kampf, von dem Du nichts weißt." 


Vielleicht konnte ich Sie etwas neugierig auf das Enneagramm machen?

Ich wünsche Ihnen viel Freude und Erkenntnis beim Kennenlernen des vielleicht ältesten und tiefgründigsten Persönlichkeitsmodells!
 

Besuchen Sie gerne unsere nächsten Veranstaltungen, die sich mit Persönlichkeits-Entwicklung und dem Enneagramm beschäftigt, und finden Sie mit Gleichgesinnten in unterhaltsamer Weise heraus, welcher Persönlichkeitstyp in Ihnen steckt.
 

Waldbaden-Persönlichkeitsentwicklung mit dem Enneagramm am SO 13.10.24 | 11.00 - ca. 14.00 Uhr

Oder Sie werden Wald-Gesundheitstrainer:in | 27. - 30.6.24 mit Bewegt im Wald.
 

Sie erfahren, was in den einzelnen Typen Stress auslöst, an welchen Krankheiten die Typen gehäuft leiden und wie Sie zu mehr Gelassenheit und Gesundheit kommen. Ich empfehle Ihnen passende Romane, Musiktitel und Netflix-Serien zu den einzelnen Typen.